Piercing General info

blck03281

Piercing Material Informationen

Titan-Hochglanzpoliert
Schon lange wird Titan in der Medizin und seit einigen Jahren auch im Bereich Piercing wegen seiner außerordentlichen Eigenschaften erfolgreich eingesetzt:

es ist um die Hälfte leichter als Stahl
es ist biokompatibel
es oxidiert / korrodiert nicht
die Oberfläche kann nachhaltig bearbeitet werden
es besitzt eine sehr hohe Formbeständigkeit
es kann anodisiert werden (bietet ein breites Spektrum an Oberflächenfarben)
es ist nickelfrei
Aber, das gilt nicht für jedes Titan, denn: Titan ist nicht gleich Titan! Möchte man Titan nun mit Titan vergleichen, muss man etwas in die Materie einsteigen – ausschlaggebend ist die Legierung, Klassifizierung, die Oberflächenverarbeitung und die Körperverträglichkeit.
In der Tabelle der Elemente findet man Titan unter der Nummer 22, sein chemisches Kürzel ist "Ti". Titan wird in unterschiedlichen Formen verarbeitet. Der aktuelle Titan-Leitfaden umfaßt z.Zt. etwa 1000 Seiten. Wir setzen nur Titanlegierungen der Bezeichnung Ti6AL 4V Eli (grade 23 surgical titanium) für alle Titanschmuck-Artikel ein, weil diese Qualität ein international anerkannter Standard für Implantationszwecke ist. Das "Eli" steht für "Extra low interstitial" und bezeichnet eine spezielle Veredlung in der Fertigung, die für extrem wenig Verunreinigung steht. Schrittmacher und Prothesen werden aus Titan Ti6AL 4V Eli (G23) hergestellt und sind erfolgreich in Millionen von Menschen implantiert worden. Seine Biokompatibilität ist vielfach dokumentiert und international medizinisch anerkannt. Titan Ti6AL 4V Eli (G23) hat den Präfix "F" in der ASTM (F-136). Dies bedeutet, dass es den höchsten Status bei medizinischen Materialien hält. Momentan existiert keine höhere Qualifikation. In Deutschland erfüllt unser Titan die anforderungen der Norm ISO 5832-3.
Die passive Oxyd Schicht auf dem Titan Ti6AL 4V Eli (G23) ist beinahe 3 mal so stark wie bei dem kommerziell reinen Titan G1 (ca.82 zu 32) Dieser umschließende Oxydfilm, mit seiner extrem niedrigen Löslichkeit und hohen schützenden Wirkung, ist es, der das Material mit der hohen Korrosionsresistenz ausstattet. Auch ist Titan Ti6AL 4V Eli (G23) nur halb so schwer wie Niobium, erheblich härter und chemisch extrem stabil. Aus all diesen Faktoren resultiert eine längere und bessere Farbperformance. Titan Ti6AL 4V Eli (G23) ist nickelfrei und kann für primäre Piercings entsprechend der EU Nickel Richtlinien eingesetzt werden.
In klinischen Studien mit menschlichen Blutmonozyten wurde gezeigt, das Titan Ti6AL 4V Eli -Partikel nicht toxisch sind. Weiterhin ist das Legierungselement Vanadium in der Oberflächen-Oxydschicht nicht vorhanden. Titan Ti6AL 4V Eli (G23) besitzt eine doppelt so hohe Formbeständigkeit wie das Titan G1, erzielt exzellente repassivative kinetische Werte. Unterbrechungen (Risse, Kratzer) in der Oxydschicht werden bei Luft oder Wasserkontakt unverzüglich geschlossen. Es hat eine höhere Korrosionsresistenz als rostfreier Stahl und wurde von der FDA für den Einsatz in künstlichen Herzklappen, als Rahmenmaterial für Herzschrittmacher und viele andere Implantate zugelassen. Titan Ti6AL 4V Eli (G23) ist eine fortschrittliche und hochwertige Titanlegierung, mit Materialkosten bis zu 100% höher als die von kommerziellen Titanlegierungen (Grade 1-4). So wurde Titan Ti6AL 4V Eli (G23) von der Vereinigung Professioneller-Piercer Amerikas als das Material eingestuft, welches für den Ersteinsatz beim Piercen geeignet ist und empfohlen wird.
Die Oberflächenbeschaffenheit des Materials ist von immenser Wichtigkeit bei körperinternen Anwendungen. Titan mit grober Oberfläche wird bei dentalen Rekonstruktionen verwendet, da es sich ohne weitere Beschichtung mit dem Knochen „verbindet“. Der zahnmedizinische Standard kann jedoch nicht ohne weiteres für den Piercingschmuck übernommen werden (weil eben hier keine "Verbindung" gewünscht ist).

UNPOLIERTES TITAN DARF NICHT FÜR PIERCING BENUTZT WERDEN!

Gerade beim Piercingschmuck zum Ersteinsatz ist die Oberflächen- Beschaffenheit wesentlich. Desto glatter und geschlossener die Oberfläche, desto problemloser kann die Wunde heilen (Kratzer und Riefen können den Stichkanal reizen, Bakterien, Keime und Krankheitserreger können sich in Kratzern und Riefen festsetzen). Das von uns verwendete Titan Ti6AL 4V (G23) erzielt Bestwerte zur Oberflächengüte. Uns ist kein vergleichbares Material bekannt (z.B. Stahl 316 LVM), dass in den entscheidenden Werten Rauhigkeit, Geschlossenheit und Glattheit bessere Werte erzielt.
Laut Dokumenten, die für ein internationales Symposium über Biomaterialien veröffentlicht wurden, rangiert Titan unter den fünf besten körperverträglichen Elementen, die auf der Erde vorkommen (die vier anderen sind: Niobium, Zirconium, Tantalum und Platinum). Trotzdem muss beachtet werden, dass verschiedene Legierungen und Klassifizierungen unterschiedliche Eigenschaften haben. Besonders bei Körperschmuck muss auf die Spezifikation geachtet werden. Vorsicht bei Schmuck, bei dem das Material nur als "Titan" bezeichnet wird. Eine Spezifikation sollte immer angegeben werden.
Wir verwenden Titan Ti6AL 4V Eli (G23), da es über eine bewiesene Körperverträglichkeit verfügt, sicher und beständig ist. Da Titan ein reaktives Metall ist, kann es durch chemische Elektrolyse eloxiert werden, wobei eine dünne Oxydschicht entsteht. Das eigentliche Material verändert seine Farbe nicht. Das durchsichtige Oxyd erzeugt Interferenzfarben und durch die Besonderheit des Lichteinfalls entsteht bei Reflektion und bei Brechung der Eindruck einer farblichen Veränderung (Schwarz und Gold wird durch ein anderes Verfahren hergestellt, siehe hierzu Blackline und Zirconline!). Diese wird durch die Reflektion von weißem Licht durch die Ti-Oxydschicht hervorgerufen, ähnlich wie bei einem Ölfilm auf einer nassen Straße. Die anodisierte Schicht ist völlig verträglich, da es sich um Ti-Oxyd handelt. Die hierdurch erzeugten Farben sind nicht permanent.
Anodisierter Titan-Schmuck kann, entgegen umgehender Gerüchte, in primären (ERSTEINSATZ) und auch heilenden Piercingöffnungen eingesetzt werden, ohne unerwünschte Nebeneffekte.
Piercing-Germany Titan Hochglanzpoliert Ti6AL 4V Eli (G23) ist die erste Wahl zum Ersteinsatz
- Material höchster Güte für eine bestmögliche Verträglichkeit
- Bestwerte in der Oberflächenbeschaffenheit
- Verarbeitung, Design und Geometrie für schöne und problemlose Piercings

 

 

 

 

 

 

Anodisieren


Die anodische Oxidation, auch Eloxierung genannt, ist ein elektrochemischer Vorgang, der die Oberfläche eines reaktiven Metalls z.B. Niobium oder Titan in Oxyd wandelt. Dabei ist die Oxidschicht fest mit dem Metall verbunden, und die Schichtdicke kann innerhalb eines bestimmten Bereiches gewählt  werden. Beim Anodisieren lassen sich viele verschiedene Farben erzeugen. Das eigentliche Material verändert seine Farbe aber nicht. Das durchsichtige Oxyd erzeugt Interferenzfarben und durch eine Besonderheit des Lichteinfalls entsteht bei Reflektion durch Brechung der Eindruck einer farblichen Veränderung. Die auf diese Weise erzeugte Veränderung der Oxydschicht ist je nach Metall unterschiedlich lang vorhanden.

 

Autoklav

 

Autoklav (engl. Autoclav), Spezialgerät für die Anwendung von Überdruck und erhöhter Temperatur, unbedingt notwendig für jedes Piercingstudio z.B. für die Sterilisation von Piercingschmuck. Bei Dampfsterilisation (Autoklavierung) wird durch die gleichzeitige Verwendung von erhitztem Wasser (unter Überdruck) die Wirksamkeit der Hitzesterilisation im Allgemeinen gesteigert. Temperaturresistente Sporen werden durch das Aufquellen mit Wasser hitzeempfindlicher und somit minimiert sich ein eventuelles Infektionsrisiko (z.B. im Gegensatz zur Heißluftsterilisation). 

 

Bakterien und Vieren

 

Sind die größten Feinde jeder frischen Wunde und daher auch für jedes frische Piercing. Bakterien und Viren unterscheiden sich in folgenden Punkten: Bakterien haben einen Stoffwechsel, verfügen über Organe, haben eine Zellwand und können sich selbständig  vermehren. Viren haben keinen Stoffwechsel keine Organe, besitzen eine/ keine Kapsel (anstelle der Zellwand) und sind, um sich zu vermehren, auf die Wirtszelle angewiesen. Folgende Vieren  sind fürs Piercen  interessant:

- HIV

- Hepatitis A,B,C

- Tetanus. Weiteres sind folgende Geschlechtskrankheiten (STD`s Sexual transmitted diseases) noch immer sehr häufig vertreten:

- Gonorrhoe (Tripper)

- Lues(Syphilis)

- Herpes genitalis.   

 

Barbell

 

Barbell (BBL) Piercingschmuck bestehend aus einem geraden Stab, der an beiden Enden jeweils eine Kugel hat.

 

BCR

 

BCR (engl. Ball Closure Ring) Klemmkugelring – Eine Kugel dient dem offenen Ring als Verschluss.

 

Bioplast

 

Bioplast ist ein flexibler Kunststoff, der zum Ersteinsatz geeignet ist. Bioplast sollte wie alle Kunststoffe  ausschließlich im Autoklav dampfsterilisiert werden. Er eignet sich nicht zur Heissluftsterilisation. Bioplast ist auch hervorragend als „Platzhalter“ bei OPs oder während der Schwangerschaft geeignet.

 

Casein

 

Casein ist ein einmaliges, marmoriertes Material. Casein wird aus abgewandelten Naturstoffen hergestellt. In der Natur gewinnt man es, wenn man frische Milch für ein paar Tage an der Luft stehen lässt. Es sammelt sich oben Fett und darunter die Molke, in der als flockige, weiße Masse geronnenes Casein schwimmt. Casein wird pulversiert zwischen zwei Stahlwalzen flachgerollt. Die Verarbeitung dauert sehr lange, so dauert die Herstellung eines 16mm Ear Plugs ca. 4 Monate gefolgt von ca. weiteren 3 Monaten Aushärtung. Das Endprodukt ist träge und kein Plug gleicht dem anderen. Alle Casein Produkte sind mit einer Bio- Safe Acryl- Oberfläche überzogen.

 

CBB

 

Abkürzung für Circular Barbell – Rundhantel. Wie der Name schon sagt eine zu einem Kreis Gebogene Hantel mit zwei Verschluss-Kugeln. Sehr populär und vielseitig einsetzbar in vielen verschieden  Größen und  Kombinationen.

 

Chunk Ring

 

Ein Chunk Ring ist eine mutige Modifizierung der Klemmkugelringe (BCR). Als Verschluss dient eine große ca.15-25mm dicke Klemmkugel. Der optische Effekt ist spektakulär und für den Träger ergibt sich eine neues „ heavy feeling“. Sehr empfehlenswert für Guiches oder Prinz Albert Piercings, aber auch sehr beliebt für gedehnte Brustwarzen Piercings.

 

Dehnen

 

Das Dehnen von Piercings sollte immer bei abgeheilten Piercings erfolgen und die Dehnstufen sollten so klein wie möglichst sein um eine dauerhafte Schädigung des Gewebes zu verhindern. Empfehlenswert wäre eine Steigerung um einen halben Millimeter bis einen  Millimeter alle 4 bis 6 Wochen. Dehnen

verlangt Geduld.

 

 

Dehnungssichel

 

Sichelförmig gebogenes und konisch gearbeitetes Material. Dehnungssichel (eng. Enlarging Cresent) werden für die allmähliche Vergrößerung (Dehnen) der meisten Piercings verwendet. Die Sicheln sollten in Verbindung mit einem Gleitgel verwendet werden und die Dehnung sollte immer in einzelnen kleinen Schritten ausgeführt  werden.

 

Desinfektion:

 

Desinfektion bedeutet einen Gegenstand in einem Zustand zu versetzen, in dem er nicht mehr infizieren kann. Nicht gleichbedeutend mit Keimfreiheit (siehe Sterilisation).

 

Entzündung:

 

Eine Entzündung ist durch folgende Symptome charakterisiert:

-  Rötung (Rubor)

-  Hitze (Calor)

-  Schmerz (Dolor)

-  Schwellung (Tumor)

-  Funktionsstörung ( Funktio laesa)

 

Epithelisierung :                                                                                                                  

 

Eine offene Wunde wird geschlossen durch das Überwachsen mit sog. Epithelzellen (Verheilphase Neubildung der Haut). Durch die Zellteilung der an den Wundrändern liegenden Epithelzellen wird die Wunde von außen nach innen geschlossen. Piercingschmuck sollte erst nach vollständiger Epithelisierung (Ausheilung) ausgewechselt werden.   

 

Gauge:

 

Gauge ist eine hauptsächlich in den USA verwendete Maßeinheit. Damit wird die Größe eines Piercings bzw. die Stärke von Schmuck oder Nadeln angegeben. In Europa werden die Maße in Millimetern angegeben.

12ga = 2.05mm, 14ga = 1.63mm, 16ga = 1.29mm, 18ga = 1.02mm

 

Gewebe: Haut

 

Die Haut bildet gegenüber der Außenwelt einen hochspezialisierten Schutzwall mit vielfältigen Aufgaben:

- Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung

- Schutz gegenüber Druck, Stößen und Reibung

- Schutz bei chemischen Schädigungen

- Schutz vor dem Eindringen von Mikroorganismen

- Schutz vor dem Verlust von Wasser und Wärme

Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime.

Die Haut hat die Möglichkeit, bestimmte Wirkstoffe zu resorbieren und sie unterstützt durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme. Ganz wichtig ist auch die Funktion der Haut als das größte Sinnesorgan des Menschen. Über die Haut nehmen wir Vibration und Schmerz wahr. Wir können tasten und empfinden Druck- und Temperaturreize. Für alle diese Empfindungen gibt es  Fühler, so genannte Rezeptoren in unserer Haut. Zwischen den Rezeptoren für Wärme und Schmerz gibt es einen entscheidenden Unterschied. An Temperaturen kann man sich zunehmend gewöhnen, wenn das langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch ganz wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Wahrzeichen behalten kann. Von außen nach innen gesehen besteht die Hau, die auch Cutis genannt wird, aus folgenden Schichten:

- Oberhaut oder Epidermis

- Lederhaut oder Corium

- Unterhaut oder Subcutis

Begrenzt wird die Haut durch die allgemeine Körperfaszie, die aus sehr festen Fasern, den so genannten Kollagenfasern besteht. Die Haut wird bei fast allen Piercing beschädigt

(Ausnahmen sind reine Schleimhautpiercings).

 

Gewebe: Knorpel

 

Knorpel gehört zu den geformten Bindegeweben und besitzt die besondere Eigenschaft der Druck- und Biegungselastizität wodurch Knorpelgewebe beim Nachlassen von Druck-, Zug- und Biegungskräften seine ursprüngliche Form wiedererlangt. Knorpelgewebe ist gefäß- und nervenfrei, die Ernährung erfolgt durch Diffusion von der Knorpeloberfläche her, d.h. er ernährt sich von dem ihn umgebenden Gewebe mit. Dadurch besitzt er eine sehr schlechte Wundheilung, da durch diese Diffusion nur wenige Nährstoffe in das verletzte Gewebe eindringen können. Der Piercer und Kunden haben bei folgenden Köperstellen zu tun:

 

Nase und Ohr:

 

Gewebe: Muskel

 

Muskelgewebe besteht aus lang gestreckten Muskelzellen, ihre Hauptfunktion besteht darin, dass sich diese Muskelzellen verkürzen und Spannungen entwickeln können. Zusammen mit Muskelgewebe kommt immer Bindegewebe vor, welches am Aufbau der Muskeln beteiligt ist, die Verkürzung des Muskelgewebes auf die Umgebung Überträgt: Beim Piercen an folgenden Körperstellen wird Muskelgewebe verletzt: Zunge, Lippe und Cheek.

 

Gewebe: Haut

 

Die Haut bildet gegenüber der Außenwelt einen hochspezialisierten Schutzwall mit vielfältigen Aufgaben:

- Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung

- Schutz gegenüber Druck, Stößen und Reibung

- Schutz bei chemischen Schädigungen

- Schutz vor dem Eindringen von Mikroorganismen

- Schutz vor dem Verlust von Wasser und Wärme

Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime.

Die Haut hat die Möglichkeit, bestimmte Wirkstoffe zu resorbieren und sie unterstützt durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme. Ganz wichtig ist auch die Funktion der Haut als das größte Sinnesorgan des Menschen. Über die Haut nehmen wir Vibration und Schmerz wahr. Wir können tasten und empfinden Druck- und Temperaturreize. Für alle diese Empfindungen gibt es  Fühler, so genannte Rezeptoren in unserer Haut. Zwischen den Rezeptoren für Wärme und Schmerz gibt es einen entscheidenden Unterschied. An Temperaturen kann man sich zunehmend gewöhnen, wenn das langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch ganz wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Wahrzeichen behalten kann. Von außen nach innen gesehen besteht die Hau, die auch Cutis genannt wird, aus folgenden Schichten:

- Oberhaut oder Epidermis

- Lederhaut oder Corium

- Unterhaut oder Subcutis

Begrenzt wird die Haut durch die allgemeine Körperfaszie, die aus sehr festen Fasern, den so genannten Kollagenfasern besteht. Die Haut wird bei fast allen Piercing beschädigt

(Ausnahmen sind reine Schleimhautpiercings).

 

Gewebe: Schleimhaut

 

Schleimhaut ist eine Haut, deren Oberfläche stets durch einen Schleimfilm feucht gehalten wird. Schleimhäute sind meistens sehr stark durchblutet, wodurch eine gute Wundheilung bei Verletzungen gegeben ist. Schleimhäute kommen in piercingspezifischer Hinsicht an folgenden Körperstellen vor: Nase, gesamter Oralbereich (Lippe, Zunge, Lippenbändchen), teilweise Genitalbereich.

 

Gewebearten

 

Beim Piercen werden verschiedene Arten von körpereigenen Gewebe verletzt, je nach Art dieses Gewebes ergeben sich unterschiedlich lange Abheilungszeiten und eventuell auch Komplikationen. Piercingrelevante Gewebsarten sind Haut, Schleimhaut, Muskel und Knorpel.

Acrylglas

 

Acrylglas (PMMA Polymethylmethacrylat) ist ein klarer durchsichtiger, thermoplastischer Kunststoff, der aus Erdöl und Erdgas hergestellt wird und im Handel besser bekannt ist unter der Bezeichnung Plexiglas. Acrylglas ist hart, glasklar, glänzend und sehr stoßfest. Im Vergleich zu normalem Glas ist Acrylglas nicht so zerbrechlich und leichter, kann aber schneller verkratzen. Acrylglas wird im Piercingschmuckbereich oft zur Herstellung von Plugs oder Tubes verwendet.

 

Gold

 

Gold (AU), gelbliches Edelmetall, das auch zu Piercingschmuck verarbeitet wird. Jedoch sollte der Goldgehalt bei Piercingschmuck hoch sein z.B. 750er Gold-Schmuck. Der Goldgehalt ( Feingehalt ) der Legierung wird heute in Tausendstel Masseanteil Gold in der Legierung angegeben. Früher benutzte man bei uns wie noch heute in den USA die Einheit Karat. 24 Karat entsprechen dem reinen Gold, 8 Karat sind folglich 333/000.

Karat im Sinne von Feingehalt ist nicht zu verwechseln mit der Masseeinheit Karat ( 0,2 Gramm) bei Edelsteinen, die weiterhin verwendet wird.

 

Goldline

 

Wir verwenden ausschließlich 18kt- Gold. Dies aus dem Grund, dass bei geringerem Goldanteil logischerweise der Anteil anderer Anteile wächst (z.B. Kupfer) und eben diese anderen Anteile bei vielen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Zudem können diese anderen Anteile beim Verbleib im Körper und Kombination mit Luft und Körperflüssigkeiten unerwünschte Verfärbungen an Gewebe und Schmuck provozieren. Reines Gold können wir leider nicht verwenden, da das Material dann so weich wurde, dass Gewinde, Fassungen etc. keine lange Haltbarkeit  aufweisen würden. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir mit 18 Karat das geringste mögliche Risiko eingehen. Nichtsdestotrotz liegt das Potential an Allergenen höher als bei unserem Titan. Menschen mit vielen Allergien empfehlen wir daher Titan Highline Ti6AL4VEli.

 

Händedesinfektion

 

Eine Händedesinfektion ist vor jeden Eingriff durchzuführen. Die Händedesinfektion hat mit einem zugelassenen Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis unter Einhaltung der Einwirkzeit zu erfolgen. Händedesinfektionsmittel unterscheiden sich von Hautdesinfektionsmittel v.a. dadurch, dass die rückfettende Zusätze besitzen um die Hautflora an den Händen nicht zu zerstören.

 

Heissluftsterilisation

 

Die Heissluftsterilisation tötet Keime nur durch Hitze, die lange Zeit auf die zu sterilisierenden Gegenstände einwirkt. Bei der Sterilisation ist darauf zu achten, dass das Sterilisiergut ungehindert von Heissluft umströmt wird. Die Sterilisationszeiten betragen bei unverpackten Sterilsiergut 60 Minuten bei 180°C und bei verpacktem Sterilisiergut 75 Minuten bei 180°C.

 

Hochdruckdampfsterilisation

 

Die Hochdruckdampfsterilisation stellt die beste Möglichkeit dar um Gegenstände schnell und zuverlässig zu sterilisieren. In diesem Verfahren wird in einem Kessel, Wasser unter einem bestimmten Druck verdampft und diese Kombination aus Hitze und Druck tötet zuverlässig alle Keime. Die Sterilisationszeiten betragen bei 121^C und 1 bar Überdruck 20 Minuten (diese Einstellung  eignet sich für temperaturempfindliche Materialien) und bei 134^C und 2 bar Überdruck beträgt die Sterilisationszeit 5 Minuten (diese Einstellung eignet sich für temperaturresistente Gegenstände z.B. Instrumente, Schmuck). Zu diesen Sterilisationszeiten muss noch die benötigte Zeit zum Aufheizen und Druckaufbau und die Zeit zum Abkühlen und Druckabfall dazugerechnet werden.

 

Implantation Silicone

 

Alle Produkte werden aus zertifiziertem biokompatiblem Silikon hergestellt, das von Europas größtem pharmazeutischem Hersteller bezogen wird. 

 

Unser Implantation Silicone erfüllt folgende Richtlinien: europeans Pharmacpoeia, Deutsches Arzneibuch, US. Pharmacopoeia Plastics of Class VI. Weiterhin erfüllt es ebenfalls die Richtlinien der EN 30993 / ISO 10993 „ Biological Assessment of Medical Ptoducts“ und seine Biokompatibilität ist nach den Richtlinien der Tripartit Test der U.S. Pharmacopoea  getestet. Die benutzte Färbung ist in einer Ratio von 1:300 gemischt und hat die Deutsche BGA nach medizinischem Standart bestanden. Alle Silikone sind als Körperimplantat über 30 Tage getestet. Aber, alle Silicone Accessoires sind nur für den temporären Gebrauch gedacht. Finger weg von billigen, minderwertigen, möglicherweise giftigen Imitaten aus Fernost. Geklaute Designs aus unsicherem Material werden auf dem Markt angeboten. Unsere Produkte sind verifizierbar und können zurückverfolgt werden. Wildcat Silicone ist medizinisch zugelassenes Implantationsmaterial. Das Copyright 1997-2005 aller in diesem Katalog gezeigten Implantation Silicone Barbell Accessoires liegt bei Wildcat.  

 

Infektion

 

Eine Infektion ist durch folgende Punkte definiert:

-         Übertragung der Keime

-         Eindringen der Keime

-         Ansiedlung der Keime

-         Vermehrung

-         Reaktion des Wirtes

Die Eintrittspforten für Keime sind:

-         Wunden

-         Schleimhäute

-         Haut

-         Lunge

-         Urogenitaltrakt

-         Verdauungstrakt

-         Auge

Eine Infektion läuft immer in bestimmten Phasen ab, die da wären:

-         Kontakt mit dem Keim

-         Inkubationszeit

-         Überwindungsphase

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen Keimkontakt und dem Auftreten von Krankheitssymptomen. Die Abwehrmechanismen des Körpers lassen sich in zwei Teile aufteilen und zwar:

-         Spezifische Abwehr durch spezielle Abwehrzellen

-         Unspezifische Abwehr durch bestimmte Stoffe im Blut, Schleim, Fettsäuremantel der Haut, Hautflora, Tränenflüssigkeit, niedriger pH-Wert im Magen und Scheide

Die Virulenz eines bestimmten Keimes beschreibt das krankmachende Potential des Keims und beinhaltet folgende Faktoren:

Eindring- und Ansiedlungsmechanismen
Vermehrungsfähigkeit
Überlebensstrategien unter unwirtlichen Bedingungen
Die benötigte Keimzahl um eine Krankheit auszulösen
Jeder Körper besitzt eine Normalflora (physiologische Bewuchs der Haut, des Darmes und der Schleimhäute durch Mikroorganismen) welche folgende Aufgaben besitzt:

-         Platzhalterfunktion (Schutz vor Ansiedlung fremder Keime aus der Umwelt)

-         Säuremantel 

 

Jewells of Glass

 

Glas – wir alle kennen es, haben es und gebrauchen es täglich. Aber als Schmuck? Mit glatter Oberfläche strahlt und glänzt es wunderbar, mit rauer Oberfläche hat Schmuck besseren Halt im Stichkanal. Ob durchsichtig oder farbig, Glas hat einen edlen Anmut. Zudem ist es von Natur aus gänzlich unfähig, Allergien hervorzurufen (hyperallergen). Der einzige Nachteil: es ist zerbrechlich. Unser Schmuck wird aus bleifreien Borosilikatglas (kein minderwertig recyceltes Glas) hergestellt. Jedes  Stück ist von Hand gefertigt und unterliegt starken Kontrollen. Bitte beachten: Eben weil Glas zerbrechlich ist, Vorsicht unter der  Dusche, über dem Waschbecken und beim Wechseln des Schmuckes. Zudem können die Größenangaben bis zu 1 mm abweichen (weil Handarbeit).

 

Kreuzkontamination

 

Unter Kreuzkontamination versteht man das Übertragen von Keimen indem man zuerst potentiell kontaminiertes Material oder Gegenstände angreift und anschließend nichtkontaminiertes Material oder Gegenstände angreift und dadurch diese nichtkontaminierte Materialien oder Gegenstände kontaminiert. Kreuzkontamination kann man durch wechseln von Handschuhen nach jeden Arbeitsschritt vermeiden bzw. muss man die Handschuhe wechseln wenn man von kontamierten Material oder Gegenständen zu nicht kontaminierten Material wechselt. Bei Piercings bedeutet das, dass man die Handschuhe nach jeden Arbeitsschritt wechseln muss, z.B. ein Paar Handschuhe zum aufbauen des Arbeitsplatzes – ein Paar Handschuhe zum Desinfizieren der betreffenden Hautpartie des Kunden – Ein Paar Handschuhe zum markieren des Piercings – ein paar sterile Handschuhe zum Stechen des Piercings  - ein paar Handschuhe zur Nachversorgung des Piercings und ein paar Handschuhe zum Abbau und zur Reinigung des Arbeitsplatzes. So lässt sich die Gefahr von Keimverschleppung vermeiden.

 

Lidocaine

 

Lidocaine (Xylocaine) ist ein weit verbreiteter Bestandteil verschiedener Lokalanästhetika (Betäubungsmittel / Spray) welche beim Piercen vorwiegend für das Betäuben von Haut und Schleimhäuten verwendet werden.

 

Nickel

 

Nickel (Ni) und die anorganische Verbindung gelten als mindergiftig. Nickel ist aber Auslöser der häufigsten Kontaktallergien und ist krebserregend bei Aufnahme über die Atemwege. Da Nickel eine wichtige Legierung für Stahl ist, ist (Edel)Stahl nicht für den Ersteinsatz in Piercings geeignet und laut EU-Verordnung auch nicht mehr zulässig.

Nickel Negative Implantanium

 

- Absolute Einhaltung der EU- Nickel Richtlinien.

- Fast 1000% mehr Korrosionsbeständigkeit als 316 LVM  Chirurgenstahl.

- 10000% mehr Korrosionsbeständigkeit als koreanischer 303 Rostfreier Stahl.

- Biokompabilität geprüft – ISO 10993-5.

- Ultrahelle superglatte Oberflächenstrukturen.

- Implantanium ist weltweit als Ersteinsatz beim Piercen anerkannt.

 

Ohrlochpistole

 

Die Ohrlochpistole ist ein Instrument das in den 60er Jahren gefertigt wurde um das Markieren von Kuhohren einfacher und schneller zu gestalten. Die heute an Menschen angewanden Modelle sind nur leicht verändert worden und sind aus mehreren Gründen nicht für das Piercen geeignet. Besonders genannt sei an dieser Stelle, das die Pistole sich nicht sterilisieren lässt (teile sind aus Plastik, diese würden z.B. im Autoklaven schmelzen) und dass durch den Mechanismus des „Schiessens“ kein genauer Einfluss auf den Winkel des Piercings genommen werden kann. Daher raten wir grundsätzlich von dem Einsatz einer Ohrlochpistole für Piercings ab.

 

Piercing Nadel

 

Eine Piercing Nadel ist eine spezielle Hohlnadel.

 

Plastastic

 

Die fantastische Auswahl an high performance polyester ear plugs: diese spezielle Plastik Formel ist nicht toxisch und wir in eine Vielzahl von chirurgischer Applikationen eingesetzt, z.B. synthetische Arterien.

Alle Plugs sind verfügbar in einer Auswahl verschiedener Größen und Farben.

 

Punchen

 

Als Punchen bezeichnet man eine Piercingtechnik bei der das Piercing nicht mit einer herkömmlichen Nadel gestochen wird, sondern mit einer hohlen Nadel deren Spitze flach (nicht spitz zulaufend) ins Gewebe aus dem Stichkanal entfernt – also herausgestanzt wird. Das macht Sinn bei Piercings durch Knopelgewebe. Da bei normalen Piercings das Gewebe eingeschnitten wird und durch die Kanüle (später den Schmuck) verdrängt wird, kann es gerade bei starrem Gewebe wie Knorpel zu einem Druckschmerz kommen und die Abheilung ist durch diesen Druck langwieriger. Das Punchen leistet hier Abhilfe, durch die Entfernung des Gewebes im Stichkanal.

 

Scarification

 

Unter Scarification versteht man das Zufügen von Ziernarben – also Vernarbung die als Hautschmuck getragen werden. Diese Schmucknarben können auf unterschiedlichste Weise erzeugt werden. Die häufigste und präziseste Art ist wohl das Cutting, d.h. Schneiden der Haut mittels eines Skalpells – diese Art ergibt sehr genaue und „kontrollierbare“ Narben. Die bekannteste Art der Scarification ist hingegen das Branding, hier gibt es zwei Formen, das „Strike Branding“ mittels geformten Metellstempeln (ergibt keine schöne und regelmäßige Narbenbildung) und das „Cautery Branding“ mittels eines sog. HF-Kauterers. Dieses Gerät verödet die Haut mittels Strom und ergibt ähnlich dem Cutting recht „kontrollierbare“ Narben.

 

Sporen Test

 

Autoklaven und Sterilisatoren müssen regelmäßig einem Sporen test unterzogen werden, hier wird anhand einer Kultur von besonders widerstandsfähige Bakteriensporen getestet, ob das Gerät diese zuverlässig abtötet. Der Test 8die sterilisierte Kultur) wird in der Regel durch ein Hygieneinstitut oder das Gesundheitsamt geprüft und das Ergebnis bescheinigt. Eine solche Bescheinigung wird in der Regel im Piercing Studio ausgehängt oder auf Anfrage vorgezeigt. Vorgeschrieben ist dieser Test halbjährlich, gute Studios führen diesen aber monatlich oder zweimonatlich durch.

 

Steel Basic Line

 

Auf Eisen basierende Legierungen haben eine über 300 Jahre alte medizinische Geschichte. Erstmals 1666 hat Fabricius den Gebrauch von Drathschlaufen  zum verschließen von Wunden beschrieben,1886 wurde berichtet, dass Stahlplatten benutzt wurden, um Knochenbrüche zu fixieren.1916 schließlich wurde korrosionsresistenter und rostfreier Stahl entwickelt mit einem Minimum von 10,5% Chrom. 1947 empfiehlt das „American College of surgeons“ den Einsatz von rostfreiem Stahl für biomedizinische Implantationen. In der Medizin wird heute rostfreier Chirurgenstahl ( 316L) vielfach eingesetzt, zB als Knochenfixierungsschrauben, Nadeln Knochenplatten, Ganzgelangprothesen, Knochennägel, Drähte mandibulare  Maschendrathprothesen, Nähte, Klammern, neurochirurgisch und microvaskulär, und als Herzschrittmacherelekroden. Rostfrei wird der Stahl durch eine nicht sichtbare, an der Oberfläche haftenden mit Chrom angereicherten, Oxid- Schicht. Basierend auf seiner Zusammensetzung wird rostfreier Stahl in vier generelle Klassen kategorisiert: Stahl der 200er Serien enthält Chrom, Nickel und Managen. Stahl der 300er Serie enthält Chrom und Nickel, 400er Serien Stahl enthalten Chrom und Stahl  der 500er Serien nur einen geringen Anteil an Chrom. Die meisten korrosionsresistenten Stahle gehören zu den 300er Serien und sind folglich auch in der medizinischen Implantation und im Körperschmuck sehr populär. Doch nicht alle Stahle der 300er Serien sind geeignet für den Einsatz als Piercings. Wir benutzen drei Chirurgenstahle für unseren Schmuck: Komposition D Implantatstahl, 316L Chirurgenstahl und 316LVM Chirurgenstahl. Die Normen ASTM 138-F und ISO 5832- 1 werden erfüllt. Obwohl alle Nickel enthalten, geben sie diesen jedoch nicht als Nickelsalze an den Körper ab, oder verursachen „ Nickelkontakt- Dermatitis“ Uns liegen Ergebnisse von unabhängigen Laboren vor, die zeigen, dass die Nickelabsonderung unter 0,01 ug/ cm2/ Woche liegt. Alle unsere ausgelieferten Stahle erfüllen die anerkannten Kriterien der EU Nickel Direckive  und können zeitlich unbegrenzt  wieder weltweit als Piercing Ersteinsatz benutzt werden.

 

Sterilisation

 

Maßnahme, die eine völlige Keimfreiheit bezweckt durch abtöten oder Entfernen aller lebensfähigen vegetativ- und Dauerformen von pathogenen und apathogenen Mikroorganismen in Stoffen, Zubereitungen oder an Gegenständen. Zulässige Sterilisationsmethoden im Tattoo und Piercing Studio sind die Heissluftsterilisation und die Hochdruchdampfsterilisation, Für nähere Informationen zu den beiden Sterilisationsverfahren siehe die einträge unter Heissluftsterilisation und Hochdruckdampfsterilisation.

 

Titan Blackline

 

Seit der Einführung in der medizinischen Industrie in den späten 80er Jahren ist PVD (physical vapor deposition) weit verbreitet. Bei diesem Verfahren erzeugt man eine dünne, abriebfeste Beschichtung auf Werkstücken, dem Substrat (wie z.B. medizinische Apparaturen, Geräte und Implantate, unter anderen Herzschrittmacher, chirurgische Werkzeuge und orthopädische Implantate) indem man das Objekt in eine Gasphase (Plasma) bringt. Das gewünschte Beschichtungsmaterial scheidet sich im Verlauf des PVD - Prozesses der Kontaktfläche des Substrats (in unserem Fall medizinisches Titan) ab und  bildet eine sehr haftfeste dünne Hülle.

Der Hauptvorteil der PDV - Technologie liegt in der Fähigkeit, die Oberflächeneigenschaften eines Objektes zu modifizieren ohne die Eigenschaften des darunter liegenden Materials (Substrat) oder dessen biomechanische Funktionalität zu beeinträchtigen. Die Biokompatibilität der Beschichtung ist eine Voraussetzung für den Einsatz in der chirurgischen Medizin.

Der Basis Plasma  Formel wurde von einem unabhängigen biologischen Testlabor die Körperverträglichkeit (Biokompabilität) für äußerlich und innerlich angewandten medizinischen Instrumenten / Implantaten, welche mit Knochen, Haut, Gewebe oder Blut in Kontakt treten, bescheinigt. Darüber hinaus wurden mehrere Spezial-Technische Institute zu Rate gezogen, bezüglich  des Einsatzes von Blackline als Body Piercing Schmuck. Ohne Ausnahme wurde von allen Instituten Blackline Piercing Schmuck als sicher (BIO- SAFE) und unbedenklich eingestuft. Sensibilisierungstests, an denen  Millionen Menschen teilnahmen, ergaben über die Zeitspanne von 10 Jahren keinen einzigen Fall mit Biokompatibilitäts- Problemen. Alle Blackline Körperschmuck Artikel besitzen eine PVD bzw. CVD- Plasmabeschichtung aufgetragen auf einem Titansubstrat des medizinischen Grades 23. Da zwischen der Plasmaschicht  und dem Substrat keine weitere Binderschicht liegt, ist die Beständigkeit und Haftung hervorragend. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass Blackline Körperschmuck dauerhaft, kratzbeständig, farbsicher und biochemisch träg ist. Darüber hinaus besitzt Blackline einen besonders niedrigen Abtriebskoeffizierten  und eine microfeine Oberflächenstruktur. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass Blackline besonders widerstandsfähig ist gegen Korrosion, hervorgerufen  durch den Sterilisationsvorgang in einem Autoklaven, und geeignet ist für dampf- und chemisch- autoklave

Sterilisationsvorgänge.

      

Titan Zirconline

 

Zirconline ist eine einzigartig körperverträgliche Beschichtung (Formula) - aufgebracht auf chirurgischem Titan-Körperschmuck. Alle Zirconline Schmuckstücke bestehen aus Titan  6AL4V Eli, ionisch umgeben mit einer 5 ( micron ) Zirkonium-Nitrid-Beschichtung .Zirkonium Nitrid wurde von einem unabhängigen biologischem Testlabor die Körperverträglichkeit (Biokompabilität) für  äußerlich und innerlich angewandten medizinischen Instrumenten, welche mit  Knochen, Haut, Gewebe oder Blut in Kontakt treten, bescheinigt. Alle Zirconline Körperschmuckartikel besitzen eine nach dem Verfahren der Physikalischen Vakuumbeschichtung aufgebrachten Zirkon-Nitrid-Schicht. Nach Temperierungs- und Plasmaätz-Pritzessen wird aus der Verbindung von Zirkonium und Stickstoff die superharte Zirkonium-Nitrid-Schicht geformt. Diese Behandlung in Vakuum gibt dem Schmuck eine extrem glänzende, goldfarbene Oberfläche. Zirconline ist luxuriös, farbkräftig, beständig und körperverträglich. Zirconline kann ebenfalls autoklaviert werden- ohne negative Effekte auf das Material. Es besitzt einen sehr niedrigen Abtriebskoeffizienten.   

 

 

Zunge

 

Oft werden wir gefragt, ob durch ein Zungenpiercing die Geschmacksnerven verloren gehen können. Deshalb hier ein paar Infos über die Zunge: Die Zunge ist ein Muskel, an dessen Oberfläche sich so genannte Papillen befinden. Diese Papillen sind für den Tast- und Geschmacksinn verantwortlich. Die Zunge teilt sich in verschiedene Geschmacksregionen, von denen wir 4 Geschmacksarten unterscheiden können:

-         Bitter – hinterer Zungenbereich

-         Sauer – hinten seitlich rechts + links

-         Salzig – Mitte seitlich, links + rechts

-         Süß – Zungenspitze

Der Mensch hat ca. 7000 bis 9000 Geschmacksknospen. Die Lebensdauer der Geschmacksknospen beträgt nur etwa 5 bis 20 Stunden, die abgestorbenen Knospen werden laufend durch neue ersetzt.

 

Ampallang

 

Ein Intimpiercing welches horizontal durch die Eichel gestochen wird, entweder direkt durch die Harnröhre oder über diese. Die Variante durch die Harnröhre ist empfehlenswert, da der Eigenurin bei der Pflege/ Reinigung unterstützend  wirkt und zwei kurze Stichkanäle (getrennt durch Harnröhre) schneller ausheilen als ein langer Stichkanal. Sexuell reizvoll, aber nicht ganz ungefährlich. Dieser Piercing ist  kein Einsteigerpiercing und setzt beim Kunden und Piercer viel Erfahrung voraus. Als Erstschmuck wird ein sehr langer Stab eingesetzt, da mit größeren Schwellungen zu rechnen ist. Bei diesem Piercing sind mit Nachblutungen in den ersten paar Tagen zu rechnen, da dieses Piercing  durch stark durchblutetes Gewebe (Schwellkörper) gestochen wird. Während der Heilzeit sollte die Vorhaut sofern vorhanden zurückgezogen bleiben, der Heilungsprozess verläuft so schneller. Der Ursprung des Ampallang  liegt in Indonesien. Hier sei auch erwähnt, dass nach Aussage vieler Frauen diesen  Piercing die meiste Lust abzugewinnen ist. (Ausheilung: 6 bis 8 Monate - Schmuck: gerader Barbell – mindestens 2,4 mm dick)

 

Apadravya

 

Der Apadravya wird vertikal (üblicherweise schräg nach vorne) durch die Eichel gestochen. Im Wesentlichen  ist der Apadravya  eine Kombination von Prinz Albert und umgekehrtem Prinz Albert  Piercing. Wie der Ampallang  gehört auch er zu den fortgeschritteneren Intimpiercings beim Mann, die vom Träger und Piercer viel Erfahrung und Sorgfalt verlangen. Wie beim Ampallang wird auch ein langer Stab eingesetzt, da auch hier mit größeren Schwellungen zu rechnen ist und ebenso sind Nachblutungen in der Anfangsphase nichts Ungewöhnliches. (Ausheilung: 5 bis 7 Monate - Schmuck: gerader Barbell - mindestens 2,4 mm dick)

 

Augenbrauen Piercing

 

Das Piercing der Augenbraue kann entlang der gesamten Augenbraue horizontal oder vertikal platziert werden. Dieses Piercing kann zum Auswachsen neigen (v.a. im inneren Bereich der Augenbrauen). Während der Abheilungsphase sollten wie bei allen Gesichtspiercings keinerlei Kosmetikprodukte in der Nähe des Piercings verwendet werden. (Ausheilung: ca. 4 bis 8 Wochen - Schmuck: Micro-Bananabell oder Micro-BCR/ TUC.

 

Äußere Ohrmuschel

 

Dieses Piercing wird in die äußere Ohrmuschel gestochen. Auch hier gibt es wie bei der inneren Ohrmuschel die Möglichkeit gleich dickeren Schmuck einzusetzen indem man puncht. (Ausheilung: 3 bis 6 Monate – Schmuck: Barbell, BCR)

 

Äußere Schamlippen

 

Die Platzierung von Piercings an der äußeren Schamlippen sollte so sein, dass der Ring die äußere Schamlippe umfasst. Dieses Piercing ist bei allen Frauen machbar, die Heilung ist etwas langwieriger, da dauerhafte Reizung durch Kleidung und Bewegung entsteht. Die äußeren Schamlippen werden meistens paarweise gepierct. (Ausheilung: 6 bis 8 Wochen – Schmuck: BCR mindestens 1,6mm aber auch BBL oder Bananabell mindestens 1.6mm)

 

 

Bauchnabelpiercing

 

Das Bauchnabelpiercing ist eines der häufigsten aber auch eines der Piercings, die am längsten zum Abheilen benötigen. Durch die Lage in der Körpermitte ist dieses Piercing vielen  äußerlichen  Reizen wie Reibung. Druck und  Spannungen nonstop ausgesetzt, was wiederum die Wundheilung stark beeinträchtigt und verlangsamt. Dieses Piercing kann im Prinzip radial um die Nabelöffnung gestochen werden, meist wird jedoch die obere Hautfalte gepierct. Der komplikationslose Heilungsverlauf dieses Piercing ist auch stark anatomieabhängig und es muss vom Piercer große Sorgfalt auf die richtige Platzierung des Piercings gelegt werden. Dieses Piercing verlangt vom Kunden intensive Pflege und sollte von ihm nicht auf die leichte Schulte genommen werden. (Ausheilung: 3 bis 6 Monate - Schmuck: Ball Closure Ring , Bananabell 1,6mm)

 

Bridge

 

Das Bridge –Piercing (auch ERL genannt) wird am oberen Ende des Nasenrückens in die Hautfalte über dem Nasenbein zwischen den Augen angebracht. Dieses Piercing ist stark anatomiebedürftig und nicht bei jedem zu empfehlen. Es ist  kein Piercing für Piercinganfänger, da Komplikationen in dieser Gegend schwerwiegende Folgen für den Kunden haben können. In dieser Körperregion  verlaufen Hirnvenen und wenn sich dieses Piercing entzündet, kann sich die oberflächige Entzündung relativ rasch zu einer Nervenentzündung ausbreiten, was bei Hirnvenen gravierende Folgen haben kann. Deshalb sollte der Kunde schon etwas Piercingerfahrung für dieses Piercing haben um eventuelle Probleme schon rechtzeitig zu bemerken und richtig zu reagieren. Bei der Platzierung dieses Piercings muss darauf geachtet werden, dass kein Druck auf dem Ansatz des Nasenbeins ausgeübt wird, da sonst wichtige Nerven (nervus trigeminus) durch den Druck in Mitleidenschaft gezogen werden können. (Ausheilung: ca. 4 bis 8 Wochen - Schmuck: gerader Barbell oder besser Bananabell) 

 

Brustwarzen Piercing

 

Das Brustwarzen Piercing wird meist horizontal gestochen, kann jedoch beliebig ausgerichtet sein. Das Brustwarzen Piercing (meist bei Männern) wird auch gerne gedehnt und entgegen der oft geäusserten Befürchtung führt ein komplikationslos verheiltes Brustwarzen Piercing bei der Frau nicht dazu, dass sie später kein Kind mehr stillen kann. Wie bei den meisten Piercings ist auch hier die richtige Platzierung sehr wichtig. (Ausheilung: 2 bis 6 Monate - Schmuck: Barbell, BCR, Nippel Shield)

 

Cheek Piercing

 

Das Cheek Piercing wird seitlich des Mundes in die Wange gestochen, oft an der Stelle wo die gepiercte Person ein Grübchen hat. Dieses Piercing verlangt viel Erfahrung vom Piercer um nicht wichtige Arterien und Nerven in der Wange zu verletzen und es muss großen Wert auf die richtige Platzierung gelegt werden. Dieses Piercing kann sehr stark und sehr lange anschwellen, deshalb muss beim Schmuck für den Ersteinsatz diese Schwellung berücksichtigt werden. (Ausheilung: mindestens 6 bis 8 Wochen - Schmuck: Labret Studs in 1,6 mm und ausgleichend lang) 

 

 

Christina Piercing

 

Das Christina Piercing ist mehr oder weniger ein Oberflächenpiercing und verheilt dementsprechend schlecht und langsam. Es ist nicht bei jeder Frau aus anatomischen Gründen durchführbar. Die Platzierung erfolgt von der Falte, die die äußeren Schamlippen am oberen Ende bilden bis Schamhügel. Dieses Piercing hat beim Sex keinerlei Funktion, es kann sogar unangenehm für die Frau sein, wenn darauf Druck ausgeübt wird (passiert auch beim Tragen von engen Hosen), außerdem erschwert dieses Piercing die Intimrasur: (Ausheilung: mindestens 2 bis 3 Monate - Schmuck: Bananabell 1,6 mm; Surface bar 1,6 mm) 

 

Conch

 

Ein Conch Piercing ist ein Ohrmuschel Piercing. Man  unterscheidet zwischen „inner und outer Conch“ (innere Ohrmuschel und äußere Ohrmuschel). Wie bei allen Knorpelpiercings, ist auch beim Conch die bessere Alternative das „Punchen“. Hierbei wird praktisch das Knorpelgewebe, das sonst durch den Stichkanal verdrängt wird (Druckschmerz) „herausgestanzt“. (Ausheilung: ca. 3 bis 12 Wochen - Schmuck: CBB, Labret oder Barbell).

 

Daith

 

Das Daith Piercing wird durch die Knorpelbrücke im Inneren der Ohrmuschel gestochen. Das Piercing an sich ist nicht leicht zu stechen, sollte aber für einen erfahrenen Piercer kein Problem darstellen. Dieses Piercing gehört zu den schmerzhafteren Knorpelpiercings und die Heilungsphase ist auch etwas länger als bei anderen Knorpelpiercings. (Ausheilung: mindestens 3 bis 4 Monate - Schmuck: Micro-BCR, Mikro-BBL)

 

 

Dydoe

 

Das Dydoe Piercing wird in den Wulst des Eichelrandes gestochen. Dieses Piercing wird meistens bei beschnittenen  Männern gesetzt, aber auch unbeschnittene haben die Möglichkeit es zu tragen. Es kann allerdings bei einer eng anliegenden Vorhaut gerade beim Heilungsprozess zu Problemen kommen. Der Dydoe ist im männlichen  Intimbereich wohl das schmerzhafteste Piercing. Ganz einfach deshalb weil genau am Eichelrand die meisten Nerven liegen. Dieses Piercing wird meistens paarweise gestochen und nicht bei jedem Mann möglich. Dydoes  dauern sehr lang zum Abheilen und neigen auch häufig zum Auswachsen. (Ausheilung: bis zu 6 Monaten - Schmuck: BBL 1,6 mm)

 

Flesh Tunnel 

 

Der Flesh Tunnel (Fleisch Tunnel) ist ein geweitertes Piercing- Loch. Die Weitung erfolgt mit Dehnungssticheln oder konisch zulaufende Dehnungsnadeln. Um ein Reißen des Ohrgewebes zu vermeiden, wird die Dehnung für gewöhnlich in 1mm-Schritten  vergrößert. Übliche  Piercings, die geweitert werden, sind das Ohrloch, Brustwarze, aber auch Frenum und Zunge. (Ausheilung: Das Piercing muss vor dem Weiten ausgeheilt sein und zwischen den Dehnungen sollte eine Pause von 1-6 Wochen liegen. Schmuck: Flach Tunnel, Plugs...)

 

 

Fourchette

 

Ein Fourchette Piercing ist ein eher seltenes Piercing bei der Frau, es wird dort platziert, wo die inneren Schamlippen am unteren Ende zusammentreffen. Dieses Piercing ist nicht bei jeder Frau durchführbar. (Ausheilung: 4 bis 6 Wochen - Schmuck: Bananabell 1,6mm; BCR 1,6mm)

 

Frenum

 

Ein sehr beliebtes Intimpiercing bei Männern. Es wird etwas unterhalb des Vorhautbändchens  gestochen um evtl. ausreißen des dünnen Bändchens zu vermeiden. Das Durchstechen der

dünnen Haut ist sehr unkompliziert und heilt sehr schnell ab. Es ist als Intimpiercing  für Einsteiger sehr zu empfehlen. (Ausheilung: 2 bis 4 Wochen – Schmuck: Ring oder Barbell

mindestens 1,6mm)

 

Guiche – Piercing

 

Das Guiche – Piercing wird durch die Raphe, die Naht zwischen Hodensack und After gestochen. Radfahren bzw. auch sitzen kann während der Heilungsphase sehr unangenehm sein und zu Komplikationen führen. Dieses Piercing wird sehr häufig gedehnt und mit Gewichten geschmückt, da durch den Zug der Gewichte eine weitere Stimulation stattfindet.

(Ausheilung: 3 bis 6 Monate – Schmuck: BCR, BBL,- mindestens 1,6mm)

 

 

Hafada – Piercing

 

Das Hafada – Piercing (auch Scotal – Piercing) ist ein Intimpiercing des männlichen Hodensacks. Die Ausheilung ist teilweise langwierig, da das Piercing an dieser Stelle kaum zur Ruhe kommt. Dieses Piercing eignet sich gut zum Dehnen. (Ausheilung: 6 – 8 Wochen – Schmuck: BCR, BBL – mindestens 1,6mm)

 

 

Helix

 

Das Helix-Piercing wird durch den äußeren Knorpelrand des Ohrs gestochen. Es wird praktisch vom „normalen“ Ohrloch bis oben herum zu der Stelle gestochen, wo der  Knorpelrand zur Brücke (Daith-Piercing) wird.

Dieses Piercing ist sehr weit verbreitet und wird auch oft unterschätzt – Knorpelgewebe hat keine eigene Blutversorgung und daher eine sehr verzögerte Wundheilung und ist sehr pflegeintensiv. Als Erstschmuck sind Stäbe besser geeignet, da sie weniger Druck verursachen. (Ausheilung: 3-6 Monate – Schmuck: BBL (1,2mm oder 1,6mm) beim Stechen oder dickeren Schmuck beim Punchen)

 

Hood

 

Siehe Klitoris Vorhaut

 

 

Industrial

 

Unter einem Industrial versteht man 2 Piercings, die durch einen Stab miteinander verbunden sind. Am geläufigsten ist wohl das Helix to Helix Industrial aber soweit es die Anatomie des Ohres zulässt sind auch andere Kombinationen möglich, wie z.B. Conch to Conch Industrial, Helix to Conch Industrial oder Tragus to Conch Industrial. Beim Stechen eines Industrials ist vor allem auf die korrekte Platzierung der Piercings großer Wert zu legen, da durch starre Verbindung der beiden Piercings so gut wie keinerlei Spannungsausgleich im Ohr mehr stattfinden kann. Dieses Piercing ist nicht bei Jedem möglich, da es stark anatomieabhängig ist. (Ausheilung: 3-6 Monate – Schmuck: langer Barbell (auch als einzelner Stab zu haben + 2 Kugeln)

 

Inner Conch

 

Dieses Piercing wird in die innere Ohrmuschel gestochen. Wie bei allen Knorpelpiercings gibt es auch beim piercen der Ohrmuschel die Möglichkeit des „Punchens“. Dieses Piercing heilt im Vergleich zu vielen anderen Knorpelpiercings recht gut ab, ist aber genauso pflegeintensiv. (Ausheilung: 3-6 Monate – Schmuck: BBL (1,6mm) beim Stechen oder dickerer Schmuck beim Punchen)

 

Innere Schamlippen

 

Das Piercen der inneren Schamlippen ist recht schmerzlos und diese Piercings verheilen recht schnell und unkomliziert. Dieses Piercing ist (wie viele Intimpiercings bei Frauen) stark von der persönlichen Anatomie abhängig und daher nicht bei jeder Frau machbar. Die inneren Schamlippen werden meistens paarweise gepierct und soweit es die anatomischen Verhältnisse zulassen kann man die inneren Schamlippen auch mehrfach piercen lassen. Diese Piercings passen sehr gut zu Klitorisvorhautpiercings (horizontal und/ oder vertikal) und man kann sie auch gut mit äußeren Schamlippenpiercings  kombinieren. (Ausheilung: 2 bis 3 Wochen – Schmuck: BCR – mindestens 1,6mm)

 

Klitoris Vorhaut Horizontal

 

Dieses Piercing wird horizontal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Die Platzierung wird so gewählt, dass die Kugel des Rings auf der Hohe der Klitoris ist und dadurch indirekten Druck darauf ausübt. (Ausheilung: ca. 3 bis 4 Wochen – Schmuck: BCR – mindestens 1,6mm)

 

Klitoris Vorhaut Vertikal

 

Dieses Piercing wird vertikal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Der Schmuck übt bei dieser Variante durch den direkten Kontakt der Klitoris einen intensiven Reit aus. Hier sollte die Schmucklänge so gewählt werden, dass die untere Kugel auf der Klitoris aufliegt (dadurch ist sie manchmal nicht sichtbar). Dieses Piercing kann auch gut mit einem horizontalen Klitorisvorhautpiercing kombiniert werden. (Ausheilung: 3 bis 4 Wochen – Schmuck: BBL, BCR, mindestens 1,6mm)

 

Klitorispiercing

 

Wenn von einem Klitorispiercing gesprochen wird, ist meistens ein Piercing durch die Klitorisvorhaut gemeint.

Um ein Piercing durch die Klitoris durchführen zu können, sind bestimmte anatomische Voraussetzungen notwendig, sie selten anzutreffen sind. Die Klitoris muss eine bestimmte Größe besitzen und die bedeckende Klitorisvorhaut muss flexibel genug sein um die Klitoris ohne Spannung freilegen zu können. Dieses Piercing ist sehr schmerzhaft, heilt aber schnell ab. Die Platzierung kann horizontal oder vertikal erfolgen. Es kann zu einer Desensibilisierung und Überreizung kommen, die für viele Frauen unangenehm ist. Ausheilung: ca. 4 Wochen – Schmuck: BCR (1,6mm-hochizontal) BBL (1,6mm-vertikal)

 

 

Labret

Das Labret Piercing wird (meistens in der Mitte) unterhalb der Unterlippe gestochen. (Ausheilung: ca. 4 Wochen – Schmuck: Labret Stud, BCR)

 

Labret Piercing

 

Das Labret Piercing wird (meistens in der Mitte) unterhalb der Unterlippe gestochen. Dieses Piercing neigt zum Anschwellen und deshalb sollte ein ausreichend langer Stab am Beginn eingesetzt werden. Nach Abschwellung der Lippe muss ein kürzerer Stab am Beginn eingesetzt werden um unnötige Reibung an den Zähnen und am Zahnfleisch zu vermeiden. (Ausheilung: ca. 4 Wochen – Schmuck: Labret Stud)

 

Labret vertikal

 

Ein vertikales Labret Piercing fängt unterhalb der Lippe an und endet in der Mitte der Lippe (im Lippenrot). Vorteil dieses Piercings ist der Umstand, dass man keine Platte wie beim normalen Labret im Mundinnenbereich hat, die eventuell störend sein könnte. Dieses Piercing schwillt genauso wie ein Labret Piercing an und deshalb sollte auch hier ein Stab von ausreichender Länge eingesetzt werden: (Ausheilung: 4 bis 8 Wochen – Schmuck: Bananabell 1,6mm)

 

 

Lippenbändchenpiercing

 

Mit dem Lippenbändchenpiercing ist meist das obere Lippenband gemeint (Mitte, Innenseite der Oberlippe). Das Lippenband ist sehr dünn, aber Stabil. Daher ist das Piercing schnell verheilt und lässt sich problemlos tragen. Allerdings kann unter Umständen eine Reizung (Beschädigung) der Zähne und / oder des Zahnfleisches auftreten. Um diese Reizung zu minimieren, gibt es speziell an einer Seite abgeflachte Kugeln (Artikelcode = XCF). Das Lippenbandpiercing ist nicht bei allen Leuten machbar, da bei vielen das Lippenband eingerissen, zurück geschnitten wurde oder aus anderen Gründen zu kurz ist. (Ausheilung: 1 bis 2 Wochen – Schmuck: Mico-TUC – optimal: XCF)

 

 

Lobe

 

Das Lobe Piercing oder auch „Ohrloch“ im Volksmund genannt – ist das wohl am meisten verbreitete Piercing. Vom Schiessen mit Ohrlochpistolen ist dringend abzuraten – man soll sich dieses Piercing wie jedes andere auch nur von einem Piercer stechen lassen. Die Abheilung ist sehr unkomliziert und schnell und nachdem es verheilt ist, eignet es sich gut zum Ausdehnen wobei das Dehnen sehr langsam und vorsichtig erfolgen soll. (Ausheilung: 3 bis 5 Wochen – Schmuck: BCR, Ohrstecker, Ohrringe…uvm.)

 

Madonna Piercing

 

Das Madonna (oder auch chrome crawford) Piercing ist vom Prinzip her ein Labret Piercing an der Stelle an der einige Stars (z.B. Madonna) einen Schönheitsfleck (Muttermal) haben. Die Platzierung erfolgt links oder rechts an der Oberlippe. Es schwillt etwas mehr und länger an als ein normales Labret Piercing, da dieses Piercing durch Muskelgewebe gestochen wird und durch die Muskelkontraktionen der Stichnadel mehr gereizt wird. (Ausheilung: 4 bis 8 Wochen – Schmuck: Labret Stud)

 

MedusaPiercing

 

Das MedusaPiercing wird in der Mitte oberhalb des Mundes gestochen und ist damit eine weitere Variation das Labret Piercings. Es ist schmerzhafter als ein Labret oder Madonna Piercing, da an dieser Stelle noch Nerven vom Septum auslaufen. Auch hier sollte nach der Abschwellung ein kürzerer Stab eingesetzt werden. (Ausheilung: 4 bis 6 Wochen – Schmuck: Labret Stud z.B. Juwel)

 

 

Nostril Piercing

 

Das Nasen(wand)piercing ist das am weitesten verbreitete „Nasenpiercing“. Auf keinen Fall sollte dieses Piercing mit einer Ohrlochpistole geschossen werden! (Ausheilung: ca. 4 Wochen – Schmuck: Nasenstecker oder BCR / Ring)

 

Oberflächenpiercings

 

Bei Oberflächenpiercings handelt es sich um Piercings, die an Stellen gestochen werden, die nicht in die Kategorie der Standardpiercings gehören. Klassische stellen für oberflächenpiercings sind: Hals (Madison), Brustbein (Sternum oder Cleavage), Handgelenk (Wrist), vertikale Bridge sowie eine klassische Intimpiercing wie Pubic und Christina. Der Heilungserfolg solcher Piercings ist sehr gering, die meisten Piercings wachsen mit der Zeit herraus und hinterlassen Narben. (Ausheilung: einige Monate – Schmuck: Surface Bars, Bananabell)

 

Oetang

 

Siehe Vorhaut Piercing

 

Orbital

 

Unter einem Orbital versteht man 2 Piercings, die durch einen Ring verbunden sind. Häufig werden Lobe Orbitals, Helix Orbitals gestochen, man kann aber auch z.B. Conch Orbitals tragen. (Ausheilung: hängt von der Stelle ab, von 4 bis 6 Wochen bis zu mehreren Monaten – Schmuck: BCR, CBB mindestens 1,6mm)

 

Piercing

 

Piercing wird das Durchstechen von Körperteilen 8Ohrläppchen, Lippen, Zunge, …u.a.) zum späteren Tragen von Schmuckstücken genannt. Bei Stammesvölkern gehört Piercing zum körperschmuck. Die Praxis ist aber auch schon aus Ägypten und Rom Als Erkennungszeichen bekannt. Im europäischen Raum wurde lange nur in Randbereichen der Gesellschaft gepierct, bis in den 1980er Jahren eine Blüte begann. Heute gilt Piercing als Zeichen der Inbesitznahme und kennen lernen des eigenen Körpers, stimulierendes Werkzeug oder einfach auch nur Modeschmuck. Die Beweggründe der Träger von Piercings sind genau so verschieden wie die vielen Stellen des Körpers, die durchgestochen werden können.

 

Princess Albertina

 

Dieses Piercing verläuft durch die weibliche Harnrohre und wird von vielen Frauen als sehr unangenehm empfunden. Es kann zu verstärkten Harnwegsinfekten führen, nachdem die weibliche Harnröhre ja ziemlich kurz ist. (Ausheilung: 2 bis 3 Wochen – Schmuck: BCR 1,6mm)

 

Prinz Albert

 

Das Prinz Albert Piercing ist eines der unkomliziertesten männlichen Genitalpiercings. Es heilt schnell und ist relativ einfach in der Pflege. Das Prinz Albert Piercing läuft entlang der Harnröhre und tritt an der Unterseite beim Frenum (Vorhautbändchen) wieder aus. Es muss mit Nachblutungen gerechnet werden, die aber schnell wieder verschwunden sind. Dieses Piercing dehnt sich sehr schnell und leicht, sodass man ohne Probleme dickere Ringe tragen kann. Ein Prinz Albert Piercing ist eine gute Vorstufe für einen Apsdravya. (Ausheilung: 2 bis 4 Wochen – Schmuck: BCR, Prinzenzepter)

 

 

Pubic Piercing

 

Das Pubic Piercing wird am Penisansatz gestochen und ist mehr oder weniger ein Oberflächenpiercing, was auch seine schwierige Abheilung erklärt. Dieses Piercing neigt zum auswachsen und verheilt sehr langsam und schlecht. (Ausheilung: mindestens 2 bis 3 Monate – Schmuck: Bananabell, BCR, Surface Bar 1,6mm)

 

 

Reverse PA

 

Der umgekehrte Prinz Albert (auch Queen Victoria) wird von der Harnröhre vertikal durch die Mitte der Oberseite der Eichel gestochen. (Ausheilung: 4 bis 6 Monate – Schmuck: BCR, Prinzenzepter)

 

 

Rook

 

Obwohl es harmlos aussieht und ja „am Ohr“ ist, ist das wahrscheinlich eines der schmerzhaftesten Piercings, da es durch sehr dichte Knorpelstruktur gestochen wird. Die Heilungszeit dieses Piercing ist etwas länger als bei anderen Knorpelpiercings und verlangt viel Sorgfalt. (Ausheilung: 3 bis 4 Monate – Schmuck: BR, Micro-Barbell)

 

 

Scrotal Piercing

 

Siehe Hafada Piercing

 

 

Septum Piercing

 

Das Septum Piercing wird durch das Mischgewebe (Schleimhaut/ Knorpel) am unteren Ende der Nasenscheidewand gestochen. Dieses Piercing ist schwierig gerade zu platzieren, da so gut wie keine Nasenscheidewand gerade ist und dieser Makel ausgeglichen werden muss um ein gerades Septum Piercing zu erhalten. Die Nase ist nach dem stechen sehr empfindlich. (Ausheilung: 2 bis 3 Monate – Schmuck: BCR oder spezieller Septum Schmuck z.B. WSS)

 

Surface

 

Siehe Oberflächenpiercing.

 

Tragus Piercing

 

Das Tragus Piercing wird durch den Knorpel gestochen der direkt vor dem Gehörgang sitzt. Dieses Piercing ist weit verbreitet, aber sollte auch nicht unterschätzt werden. Es sollte wie alle Knorpelpiercings nicht geschossen werden, da ansonsten der Knorpel gespalten werden könnte (neben den anderen Nachteilen der Ohrlochpistole). (Ausheilung: 3 bis 6 Monate – Schmuck: BCR, TUC oder Barbell)

 

 

Triangle Piercing

 

Ein Triangle Piercing sieht zwar ähnlich aus wie ein horizontales Klitorisvorhautpiercing, aber es hat eine andere Platzierung. Während das horizontale Klitorisvorhautpiercing oberhalb der Klitoris verläuft, befindet sich der Stichkanal eines Triangle Piercings unterhalb der Klitoris. Dieses Piercing ist kein Anfängerpiercing und verlangt vom Piercer viel Erfahrung. (Ausheilung: mindestens 4 bis 6 Wochen – Schmuck: BCR 1,6mm)

 

 

Umgekehrter Prinz Albert

 

Der umgekehrte Prinz Albert wird von der Harnröhre vertikal durch die Mitte der Oberseite der Eichel gestochen. Es dauert länger zum abheilen als ein normaler Prinz Albert und ist kein Anfängerpiercing. Aus einem Prinz Albert und einem umgekehrten Prinz Albert kann man durch verbinden mit einem Stab ein Apadravya Piercing machen. (Ausheilung: 4 bis 6 Monate – Schmuck: BCR, Prinzen-Zepter)

 

 

Venom Piercing

 

Das Piercen der männlichen Vorhaut ist recht unkompliziert und heilt auch ziemlich schnell und unkompliziert ab. Es eignet sich gut zum Dehnen und wird meistens paarweise gestochen. Es ist ein gutes Anfängerpiercing. (Ausheilung: 4 bis 8 Wochen – Schmuck: BCR, BBL 1,6mm)

 

Vorhaut Piercing

 

Das Piercen der männlichen Vorhaut ist recht unkompliziert und heilt auch ziemlich schnell und unkompliziert ab. Es eignet sich gut zum Dehnen und wird meistens paarweise gestochen. Es ist ein gutes Anfängerpiercing. (Ausheilung: 4 bis 8 Wochen – Schmuck: BCR, BBL 1,6mm)

 

 

 Zungenpiercing

 

Das Zungenpiercing wird in der Regel in der Mitte der Zunge vertikal gestochen. Für den Ersteinsatz muss ein sehr langer Barbell benutz werden, da die Zunge nach den stechen anschwillt. Das Zungenbändchen auf der Unterseite der Zunge darf nicht durchstochen werden und die untere Kugel des Stabes darf nicht auf das Zungenbändchen drücken. Nach Abschwellung der Zunge muss ein kürzerer Stab eingesetzt werden, mit diesem fällt dann die Handhabung des Piercings um einiges leichter und die Gefahr des unbeabsichtigten Daraufbeißens wird auch vermindert. Sollte die Zunge lang genug sein, kann man auch mehrere Zungenpiercings tragen. (Ausheilung: 3 bis 4 Wochen – Schmuck: Barbell)

 

 


!